China übertrifft USA bei F&E-Ausgaben
Laut einem Bericht der japanischen Regierung hat Chinas Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2024 die der Vereinigten Staaten übertroffen und das Land damit weltweit auf den ersten Platz gesetzt.

Tokio – China hat die Vereinigten Staaten bei den kombinierten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) von Unternehmen und Universitäten überholt, wie aus einem Bericht des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) hervorgeht. Im Jahr 2024 beliefen sich Chinas F&E-Ausgaben auf geschätzte 97,1 Billionen Yen (etwa 4,15 Billionen RMB), was einem Anstieg von 13,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die USA gaben 95,3 Billionen Yen (etwa 4,07 Billionen RMB) aus, mit einer Wachstumsrate von 6,7 %.
Der Bericht mit dem Titel "Science and Technology Indicators 2026" wird jährlich vom National Institute of Science and Technology Policy des MEXT veröffentlicht. Er bewertet wichtige Länder in fünf Bereichen, darunter F&E-Ausgaben und Personal, anhand von etwa 160 Indikatoren. Die Ausgabe 2026 verwendet Daten bis 2024.
Chinas Spitzenposition bei F&E-Investitionen spiegelt seinen strategischen Fokus auf wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt wider. Weitere Daten des chinesischen Instituts für wissenschaftliche und technische Informationen vom Oktober 2025 zeigen, dass das Land weltweit führend bei der Anzahl einflussreicher Fachartikel und internationaler Spitzenpublikationen ist. Während China bei der Menge der meistzitierten Publikationen führend ist, liegt seine Anzahl der absolut meistzitierten Arbeiten fast auf dem Niveau der USA, was auf eine schrumpfende Lücke hindeutet.