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Wissenschaft

China setzt auf Kernkraft zur Stabilisierung seines Stromnetzes aus erneuerbaren Energien

China baut Kernreaktoren in beispiellosem Tempo. Diese Anlagen spielen eine entscheidende Rolle beim Übergang des Landes zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Stromnetz.

23. August 2026
China setzt auf Kernkraft zur Stabilisierung seines Stromnetzes aus erneuerbaren Energien

China hat seine Kernkraftkapazität erheblich ausgebaut und zwischen Ende 2016 und August 2026 27 neue Reaktoren an sein Netz angeschlossen, ein deutlicher Unterschied zur Geschwindigkeit in anderen Ländern. Jacopo Buongiorno, Professor für Kerntechnik am MIT, bezeichnet China als weltweit führend im Bau von Kernkraftwerken. Diese Anlagen sind entscheidend für Chinas Bestreben, ein zu 100 % erneuerbares Stromnetz zu schaffen. Aufgrund der schwankenden Natur von Wind- und Solarenergie ist eine stabile Kernkraftproduktion notwendig, um das Netz auszugleichen und Stromausfälle zu verhindern. Obwohl das Wachstum der chinesischen Stromerzeugung hauptsächlich durch Wind- und Solarenergie vorangetrieben wird, die 2025 22 % der nationalen Produktion ausmachten, liefert die Kernkraft eine wesentliche Grundlaststabilität. Der Anteil der Kohle ist erstmals unter 50 % gefallen, aber die Kernenergie ist mit rund 5 % des Energiemixes für die Zuverlässigkeit des Netzes von entscheidender Bedeutung. Chinas Strategie beruht auf zwei Hauptpfeilern: dem weltweit größten Ultrahochspannungsnetz, das die Stromverteilung national ausgleicht, und Kernkraftwerken, die unabhängig von Wetterbedingungen eine kontinuierliche Grundlaststromversorgung gewährleisten. Dieser "atomare Schlüssel" soll ein schnell wachsendes und zunehmend variables System erneuerbarer Energien unterstützen. Das Land strebt bis 2030 eine installierte Kernkraftkapazität von 110 Gigawatt an. Der schnelle Bau wird durch Standardisierung, insbesondere bei den Reaktordesigns Hualong One und CAP1000, sowie durch die Einhaltung von Sicherheitsstandards und internationalen Praktiken ermöglicht.

Originalquelle: fastcompany.com