Chinas integrierte TV-Initiative soll bis 2026 Millionen Geräte umfassen
Chinas Nationale Radio- und Fernsehverwaltung (NRTA) treibt ihren Plan voran, Set-Top-Box-Funktionen direkt in Fernsehgeräte als Software zu integrieren. Die Initiative zielt auf die Einführung von zig Millionen Geräten bis 2026 ab.
Chinas Nationale Radio- und Fernsehverwaltung (NRTA) gab am 17. September bekannt, dass sie gemeinsam mit dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie neue technische Standards für Fernsehgeräte entwickelt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Funktionalität von Set-Top-Boxen direkt als Software in Smart-TVs zu integrieren und somit separate physische Boxen überflüssig zu machen. Das Programm sieht eine Einführung von zig Millionen integrierten Geräten bis zum Jahr 2026 vor.
Die neuen Standards ermöglichen es einem einzelnen Fernsehgerät, alle TV-Dienste, einschließlich Live-Übertragungen und On-Demand-Inhalte, zu empfangen und über eine universelle Fernbedienung zu steuern. Diese Integration wird voraussichtlich das Benutzererlebnis erheblich verbessern, da Fernsehgeräte direkt in Live-Kanäle booten und alle Inhalte über sichere, dedizierte Netzwerke geliefert werden. Ziel ist es, nahtlose Kanalwechsel und eine einfache Bedienung für die Zuschauer zu ermöglichen.
Ouyang Feng, Leiter des Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Radio und Fernsehen der NRTA, erklärte, dass der "integrierte Fernseher" die Funktionen einer herkömmlichen Set-Top-Box per Software in das Fernsehgerät integriert, wobei möglicherweise nur ein kleiner Adapter, möglicherweise in der Größe eines USB-Sticks, erforderlich ist. Die meisten in den letzten fünf Jahren gekauften 4K-Smart-TVs werden voraussichtlich kompatibel sein, und auch ältere Modelle sollten mit dem Adapter funktionieren. Trotz des Vorstoßes zur Integration werden herkömmliche Set-Top-Boxen noch geraume Zeit auf dem Markt bleiben.
Die NRTA betonte, dass alle über den integrierten Fernseher gelieferten Inhalte über dedizierte, sichere Netzwerke geleitet werden, die vom öffentlichen Internet getrennt sind, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Nutzung nicht autorisierter Geräte zu verhindern. Die Einführung dieser Standards zielt darauf ab, das Fernseherlebnis über verschiedene Betreiber hinweg zu vereinheitlichen und die Weiterentwicklung heimischer Audio- und Videostandards sowie neuer Fernbedienungstechnologien wie Bluetooth und StarLight zu unterstützen.