Chinas Raumstation stabilisiert Haltung während Außenbordeinsätzen von Astronauten
Chinas Raumstation nutzt sowohl Triebwerkssteuerung als auch Control Moment Gyroscopes (CMG), um die Stabilität für Astronauten während Außenbordeinsätzen (EVAs) aufrechtzuerhalten.

Chinas Raumstation setzt primär zwei Methoden ein, um Stabilität und Haltungskontrolle während Außenbordeinsätzen (EVAs) von Astronauten zu gewährleisten.
Diese Methoden umfassen den Einsatz von Triebwerken, die die Ausrichtung der Station mittels Reaktionskraft anpassen, und Control Moment Gyroscopes (CMG). CMGs, die als "balancierende Gyroskope" der Raumstation fungieren, regeln die Haltung durch den Austausch von Drehimpuls und bieten eine präzisere und ruhigere Kontrolle im Vergleich zu triebwerksbasierten Anpassungen.
Während kürzlich durchgeführter EVA-Missionen, die etwa 5,5 Stunden dauerten, stellt das Stationspersonal sicher, dass der gespeicherte Drehimpuls des CMG-Systems seine Kapazität nicht überschreitet. Wenn sich der Drehimpuls seinem Limit nähert, schaltet die Station vorübergehend auf Triebwerkssteuerung um, um überschüssigen Impuls abzubauen. Dieser Übergang erfordert präzises Timing und Sicherheitsprotokolle, um zu verhindern, dass Astronauten und Roboterarme den Triebwerksfahnen ausgesetzt werden.
Um den Drehimpuls während EVAs effektiv zu verwalten, hat Chinas Raumfahrtprogramm mehrere Strategien entwickelt. Dazu gehören die Reduzierung des anfänglichen Drehimpulses der CMGs, die Erhöhung der maximalen Drehimpuls-Kapazität durch Aktivierung von Ersatzgyroskopen bei Bedarf und die Auswahl einer optimalen Nennhaltung zur Minimierung der Akkumulationsrate des Drehimpulses. Darüber hinaus wird der Impulsabbau strategisch zu Zeitpunkten geplant, an denen Roboterarme und Astronauten inaktiv sind, um Störungen der EVA-Kontinuität zu minimieren.