Chinesische Wissenschaftler bohren tiefsten kontinentalen Forschungsbohrpunkt
Ein chinesisches Wissenschaftlerteam hat mit der tiefsten kontinentalen wissenschaftlichen Bohrung einen Weltrekord aufgestellt, um das prähistorische Klima der Erde zu verstehen.

Chinesische Wissenschaftler haben erfolgreich das „Songliao Basin International Continental Scientific Drilling Project“ abgeschlossen und damit den Weltrekord für den tiefsten kontinentalen wissenschaftlichen Bohrpunkt aufgestellt.
Das Projekt, an dem über tausend Forscher von mehr als 40 Institutionen beteiligt waren, hat drei Weltrekorde erzielt: das tiefste Bohrloch, den längsten durchgehenden Bohrkern und die höchste Gewinnungsrate von Bohrkernen. Diese Errungenschaften eröffnen neue Einblicke in die „Gewächshausklimaperioden“ der Erdgeschichte.
Die Forscher bohrten über 8.000 Meter tief im Songliao-Becken in der Provinz Heilongjiang, China. Ihr Ziel war es, ein umfassendes Archiv der Kreidezeit zu erstellen und die klimatischen Bedingungen und Temperaturen dieser Epoche zu untersuchen.
Die Bohrmethode unterscheidet sich von der Ölförderung durch ihren Fokus auf die Gewinnung intakter, durchgehender Bohrkernproben. Eine Gewinnungsrate von über 95 % war entscheidend, um den ursprünglichen Zustand der Gesteinsschichten zu bewahren und die Integrität der geologischen Proben sicherzustellen – eine weltweit beispiellose Leistung.
Seit 2006 hat das Team unter der Leitung von Akademiemitglied Wang Chengshan mehrere Bohrungen durchgeführt und insgesamt über 10.000 Meter Tiefe erreicht. Sie haben auch ein vollständig unabhängiges Technologiesystem entwickelt, das die Standortauswahl, die Handhabung der Bohrkernproben, präzise Messungen und die Altersbestimmung umfasst und China damit an die Spitze der kontinentalen wissenschaftlichen Bohrtechnik setzt.