Chip-Startup Tachyum meldet nach acht Jahren Entwicklungszeit Insolvenz an
Das Unternehmen Tachyum hat in der Slowakei Insolvenz angemeldet, nachdem die kommerzielle Einführung des Prodigy-Prozessors mehrfach scheiterte.
Tachyum, ein Hersteller von Mikrochips, hat am 22. Oktober 2026 in Bratislava Insolvenz angemeldet. Über einen Zeitraum von acht Jahren hatte das Unternehmen den sogenannten Prodigy-Prozessor beworben, ohne jedoch jemals ein marktreifes Produkt vorlegen zu können.
Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2018 wurde das Projekt von ständigen Terminverschiebungen begleitet. Die technischen Spezifikationen wandelten sich im Laufe der Jahre drastisch – von einem 64-Kern-Design zu einem 1024-Kern-Konzept mit einer TDP von 1600 Watt. Obwohl das Unternehmen versprach, die Branche durch neue Chip-Architekturen zu verändern, blieb der Nachweis der technologischen Umsetzbarkeit aus.
Das Insolvenzverfahren betrifft die slowakische Tochtergesellschaft, die für die Forschung und Entwicklung zuständig war. Die Rechte an der geistigen Schöpfung liegen jedoch bei einer Holding auf den Cayman Islands, wodurch die Zukunft der Technologie unklar bleibt.