CHMP rät von Zulassung für Masitinib bei ALS ab
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine negative Stellungnahme zur Zulassung von Masitinib für die Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose (ALS) abgegeben.

AB Science gab am Donnerstag bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine negative Empfehlung für die Marktzulassung von Masitinib zur Behandlung der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) ausgesprochen hat. Die Entscheidung basiert auf der Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments durch den Ausschuss.
Masitinib ist ein von AB Science entwickelter Wirkstoff, der auf multiple entzündliche und neurodegenerative Prozesse abzielt. Das Unternehmen hatte eine Zulassung für Masitinib bei ALS-Patienten in der Europäischen Union beantragt, um eine neue Behandlungsoption für diese schwere und fortschreitende Erkrankung anzubieten.
Die negative Stellungnahme des CHMP bedeutet, dass die Zulassungsbehörde die Zulassung des Medikaments für den EU-Markt zu diesem Zeitpunkt nicht empfiehlt. AB Science teilte mit, dass das Unternehmen nun seine Optionen im Hinblick auf dieses Ergebnis prüft. Zuvor gab es bereits Herausforderungen bei der Zulassung von Masitinib für andere Indikationen.
Amyotrophe Lateralsklerose ist eine seltene neurodegenerative Erkrankung, die die motorischen Nervenzellen beeinträchtigt und zu Muskelschwäche und Lähmungen führt. Derzeit gibt es keine Heilung für ALS, und bestehende Therapien zielen darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und Symptome zu lindern.