Chongqing verbietet Handynutzung von Schülern an Schulen
Eine neue Verordnung in Chongqing, die am 1. September 2026 in Kraft tritt, erlaubt Schulen, Schülern das Mitbringen oder Benutzen von Smartphones auf dem Campus zu verbieten und deren Internetzugang einzuschränken.

Chongqing, China – Schulen in Chongqing erhalten bald die Befugnis, Schülern das Mitbringen oder Nutzen von Smartphones und anderen smarten Geräten auf dem Schulgelände zu verbieten. Dies sieht eine neue Verordnung vor, die am 1. September 2026 in Kraft tritt. Die „Verordnung von Chongqing zur Prävention von Jugendkriminalität“ sieht zudem strenge Kontrollen für die Internetnutzung von Schülern innerhalb der Schulen vor.
Dieser Schritt Chongqings reiht sich ein in einen wachsenden Trend in China, die Nutzung von Mobiltelefonen durch Schüler zu regulieren. Mehrere andere Regionen haben zuvor ähnliche Richtlinien erlassen, um die Gerätenutzung in Bildungseinrichtungen zu steuern.
Beispielsweise erließ die Provinz Fujian im Jahr 2022 ein Gesetz, das das Mitbringen von Telefonen und Smartwatches in Klassenzimmer verbietet. Im Jahr 2024 führte Guangzhou Verordnungen ein, die Grund- und weiterführenden Schulen erlauben, Schülern das Mitbringen von Mobiltelefonen auf das Schulgelände zu untersagen. Zhengzhou, in der Provinz Henan, verschärfte ebenfalls im Jahr 2024 die Regeln für die Einfuhr von smarten Geräten in Schulen.
Auf nationaler Ebene hat das chinesische Bildungsministerium aktiv daran gearbeitet, die Ablenkung durch Smartphones in Schulen zu begrenzen. Im Jahr 2021 wurden Richtlinien herausgegeben, die besagen, dass Schüler grundsätzlich keine persönlichen Mobiltelefone auf den Campus mitbringen sollten. Das Ministerium hat es Schulen auch verboten, Hausaufgaben zuzuweisen, die die Nutzung von Mobiltelefonen erfordern. Im Jahr 2025 wurden weitere Maßnahmen eingeführt, die „elektronische Geräte wie Mobiltelefone explizit vom Betreten der Klassenzimmer ausschließen“ und „Bildschirm-Pausen-Aktionen“ bei Schülern und Eltern fördern.