Sammelklage gegen Futu Holdings eingereicht
Die Anwaltskanzlei Berger Montague hat eine Sammelklage gegen Futu Holdings eingereicht. Die Klage richtet sich an Anleger, die Wertpapiere des Unternehmens zwischen Mai 2023 und Mai 2026 erworben haben.

Die Anwaltskanzlei Berger Montague gab am 13. Juli 2026 die Einreichung einer Sammelklage gegen Futu Holdings Limited (NASDAQ: FUTU) bekannt, ein in Hongkong ansässiges Online-Brokerage-Unternehmen. Die Klage vertritt Anleger, die Futu-Wertpapiere im Zeitraum vom 24. Mai 2023 bis zum 27. Mai 2026 gekauft oder erworben haben.
Die Klage folgt auf regulatorische Maßnahmen in China. Am 22. Mai 2026 berichtete Reuters, dass die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSRC) und andere staatliche Stellen ein Vorgehen gegen Broker eingeleitet hätten, die angeblich ohne entsprechende Zulassung operieren. Futu gab daraufhin den Erhalt eines Bescheids der CSRC bekannt, der die Einziehung mutmaßlich illegaler Gewinne in Höhe von rund 1,85 Milliarden RMB (ca. 271 Millionen US-Dollar) und Geldstrafen vorsieht, sowie persönlich verhängte Strafen gegen den Gründer und CEO Li Hua.
Nach diesen Enthüllungen fiel der Aktienkurs von Futu um 34,10 USD, was einem Rückgang von 27,5 % entspricht. Am 28. Mai 2026 veröffentlichte das Unternehmen zudem Quartalsergebnisse, die die vorgeschlagenen regulatorischen Strafen widerspiegelten. Diese umfassten die Einziehung mutmaßlich illegaler Gewinne in Höhe von rund 470 Millionen RMB und Geldstrafen von etwa 1,38 Milliarden RMB, die als "Sonstiges, netto" verbucht wurden. Nach dieser Offenlegung fiel der Aktienkurs des Unternehmens um weitere 5,31 USD, oder 4,8 %.
Anleger, die Futu-Wertpapiere im angegebenen Zeitraum gekauft haben, haben bis zum 25. August 2026 Zeit, die Ernennung zum Hauptkläger zu beantragen. Berger Montague fordert betroffene Anleger auf, sich mit der Kanzlei in Verbindung zu setzen, um mehr über ihre Rechte und die laufenden Gerichtsverfahren zu erfahren.