Kliniker setzen auf KI zur Bewältigung der Dokumentationskrise
Eine neue globale Umfrage zeigt, dass 83 % der Kliniker KI einsetzen, während Arbeitsplatzrichtlinien noch entwickelt werden. Die Dokumentation bleibt die größte administrative Belastung.

Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass 83 % der Kliniker künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, während ihre Arbeitgeber noch die notwendigen Arbeitsplatzrichtlinien und Governance-Strukturen entwickeln. Die Umfrage unter 1.823 Klinikern in 25 Ländern zeigt, dass die Dokumentation nach wie vor die größte administrative Belastung für medizinisches Fachpersonal darstellt.
Die Dokumentation wurde von 88 % der Kliniker als die zeitaufwändigste Aufgabe identifiziert, was die schnelle Integration von KI in ihren Arbeitsalltag vorantreibt. Derzeit nutzen 86 % der Kliniker KI täglich oder mehrmals pro Woche. Bemerkenswerterweise sind die Akzeptanzraten und Empfehlungen für KI bei erfahrenen Praktikern mit über 21 Jahren Berufserfahrung am höchsten, die ihren Wert bei der Reduzierung des administrativen Arbeitsaufwands schätzen.
Während 57 % der Kliniker KI mittlerweile als routinemäßigen Bestandteil ihrer Praxis betrachten, nutzen 83 % diese Werkzeuge ohne formelle Unternehmensrichtlinien oder empfohlene Leitlinien. Die Hauptbedenken hinsichtlich der KI-Nutzung umfassen potenzielle Halluzinationen und Ungenauigkeiten (68 %), gefolgt vom Schutz der Patientendaten (59 %) und dem Risiko einer Erosion des klinischen Urteilsvermögens (41 %).
Angesichts der Prognosen eines globalen Fachkräftemangels im Gesundheitswesen bis 2030 geben 73 % der Kliniker an, dass KI ihnen hilft, längere und besser handhabbare Karrieren aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Frage, ob Kliniker KI annehmen werden, entschieden ist, da viele auf diese Technologien zurückgreifen, um mit dem Druck der modernen Medizin umzugehen und Zeit zurückzugewinnen, die zuvor für administrative Aufgaben verloren ging.