Cloud "Fitness-Funktionen" steuern evolutionäre Architektur bei AWS
Amazon Web Services (AWS) stellt eine Methode zur Verwaltung dezentraler architektonischer Entscheidungsfindung in Cloud-Umgebungen vor. "Fitness-Funktionen" messen und steuern die architektonische Evolution.

Amazon Web Services (AWS) hat einen neuen Ansatz für das Architekturmanagement in Cloud-Umgebungen vorgestellt, der "Cloud Fitness Functions" (Cloud-Fitnessfunktionen) zur Steuerung der inkrementellen Evolution von Architekturen nutzt.
Traditionelle statische Designprozesse reichen für Unternehmen, die in sich schnell verändernden Märkten agieren, nicht mehr aus. Laut AWS benötigen kleine, unabhängige Entwicklungsteams, wie Amazons "Two-Pizza Teams", Flexibilität und Autonomie, um schnelle, qualitativ hochwertige Entscheidungen zu treffen. Als Lösung hierfür schlägt AWS die Nutzung von Fitnessfunktionen vor.
Fitnessfunktionen sind messbare Werte, die bewerten, wie nah eine Lösung ihren festgelegten architektonischen Zielen ist. Sie liefern die notwendigen Daten, damit Architekten ihre Teams leiten können, während die Autonomie der Teams erhalten bleibt. Mit der Weiterentwicklung der Architektur können auch diese Fitnessfunktionen angepasst werden, um gewünschte Veränderungsprozesse zu steuern.
In seinem Architektur-Blog beschreibt AWS ein Beispiel für Regressionstests. Wenn eine kürzere Markteinführungszeit eine Schlüsselanforderung ist, die darauf abzielt, das Risiko von Problemen nach der Bereitstellung zu minimieren, können Teams automatisierte Testfälle schreiben, um einen robusten Satz von Tests sicherzustellen. Diese Tests dienen als Fitnessfunktionen, die messbare Daten über den Zustand der Architektur liefern.