Risiken beim Sammeln mumifizierter Überreste
Das Sammeln mumifizierter menschlicher und tierischer Überreste birgt erhebliche Gesundheitsrisiken durch giftige Konservierungsstoffe und mögliches mikrobielles Wachstum, so eine Studie im International Journal of Cultural Property.

Das Sammeln von mumifizierten menschlichen und tierischen Überresten birgt erhebliche Gesundheitsrisiken, die von giftigen Konservierungsstoffen und möglichem mikrobiellem Wachstum herrühren, so eine in der Zeitschrift International Journal of Cultural Property veröffentlichte Studie.
Historisch gesehen war der Mumifizierungsprozess mit giftigen Materialien wie Arsen, Quecksilber und Blei verbunden. Diese erfordern eine sorgfältige Handhabung, um nachteilige gesundheitliche Auswirkungen zu vermeiden. Fachleute verwenden in der Regel Masken und Handschuhe, wenn sie mit solchen Überresten arbeiten.
Darüber hinaus können suboptimale Lagerbedingungen das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen fördern. Diese können sich vermehren und Gesundheitsgefahren, einschließlich Atemwegsinfektionen, verursachen. Studien haben Pilzwachstum auf Mumien in Palermo, Sizilien, sowie auf menschlichen Überresten und Krypten in Krakau, Polen, identifiziert.
Die Forschung legt nahe, dass das Phänomen des "Fluchs der Mumie", das oft mit alten Gräbern in Verbindung gebracht wird, mit diesen giftigen Sporen und Pilzen zusammenhängen könnte.