Colorado-Fluss-Krise bedroht Millionen und Wirtschaft
Ein neuer Bericht zeigt, dass das schlechteste Wasserjahr des Colorado-Flusses jemals 40 Millionen Menschen betrifft und 16 Millionen Arbeitsplätze sowie 1,4 Billionen Dollar BIP gefährdet. Es gibt jedoch Lösungswege.

Der neue Bericht "State of the Basin Report: A Guide to the Colorado River Crisis" der Thirst Foundation warnt davor, dass das schlimmste Wasserjahr des Colorado-Flusses seit Beginn der Aufzeichnungen 40 Millionen Menschen in sieben US-Bundesstaaten gefährdet. Die Krise bedroht zudem 16 Millionen Arbeitsplätze und eine jährliche Wirtschaftsleistung von 1,4 Billionen US-Dollar und beeinträchtigt sogar die Energieerzeugung am Hoover-Staudamm.
Dieser umfassende Bericht fasst die Herausforderungen und Lösungsansätze für die Wasserkrise zusammen und stützt sich auf neue hydrologische Daten, aktuelle Forschungsergebnisse und Experteninterviews. Er beschreibt den ökologischen Zustand des Flussbeckens, einschließlich der zunehmenden Versalzung, und beleuchtet zentrale Belastungen wie Wassersicherheit, Regierungsführung, Wachstum im Technologiesektor und Anpassung an den Klimawandel.
Die Studie identifiziert gemeinsame Herausforderungen für Landwirtschaft, Städte, den Energiesektor, Ökosysteme und indigene Gemeinschaften. Sie benennt auch wirksame Interventionsbereiche, die für die Stärkung der langfristigen Widerstandsfähigkeit des Beckens von entscheidender Bedeutung sind. Der Bericht wird als Grundlage für bevorstehende Gipfeltreffen in Las Vegas, Phoenix und Los Angeles dienen.
Die Kampagne "Keep the River Running" der Ultramarathonläuferin und CEO von Thirst Foundation, Mina Guli, unterstützt den Bericht. Guli läuft 1.000 Meilen entlang des Colorado-Flusses, um Maßnahmen zur Bewältigung der Wasserkrise zu beschleunigen. "Ich habe die Verwüstung durch austrocknende Flüsse gesehen, aber ich habe auch gesehen, dass es Wege gibt, dies zu bewältigen: Wir können uns der Wasserwirtschaft bewusster werden, unsere Feuchtgebiete wiederherstellen und unsere Infrastruktur modernisieren – wir brauchen nur den Mut zu handeln", sagte Guli.