Experten warnen vor substanzlosem KI-Marketing
Der Kommunikationsberater Tyler Perry warnt Unternehmen davor, den eigenen Marktwert durch überzogene KI-Versprechen künstlich aufzublähen.

In einem Marktumfeld, in dem zahlreiche Unternehmen versuchen, sich durch die Verknüpfung mit Künstlicher Intelligenz als attraktive Investitionsobjekte zu positionieren, warnt Tyler Perry, Co-CEO von Mission North, vor den Gefahren einer verzerrten Unternehmenskommunikation. Er betont, dass eine Erzählung nur so lange wertvoll ist, wie sie durch die operativen Grundlagen gedeckt wird.
Die Lücke zwischen einer ambitionierten Vision und der tatsächlichen Marktreife eines Produkts stellt für viele Unternehmen ein erhebliches Risiko dar. Da Investoren und Aufsichtsbehörden zunehmend kritischer auf sogenannte „KI-Washing“-Praktiken reagieren, drohen Unternehmen bei fehlenden Beweisen für ihre Behauptungen nicht nur der Verlust des Vertrauens, sondern auch rechtliche Konsequenzen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat in diesem Bereich bereits erste Verfahren eingeleitet.
Perry empfiehlt Unternehmen, ihre Strategien anhand von konkreten Belegen zu validieren. Dazu gehören echte Kundenreferenzen, eine transparente Darstellung der zugrunde liegenden Technologie und die Frage, ob das Geschäftsmodell auch ohne das Label „KI“ Bestand hätte. Nachhaltiger Erfolg basiert demnach nicht auf der Vermittlung einer Vision, sondern auf der disziplinierten Qualität der Umsetzung.