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Technologie

Konkurrenten schöpften Verdacht gegen Phia vor Bekanntwerden des "Cookie Stuffing"

Führende Akteure im Affiliate-Marketing-Bereich hegten bereits Monate vor der Enthüllung, dass das von Phoebe Gates mitgegründete Startup Provisionen unrechtmäßig entzogen hat, Verdacht gegen Phia.

17. Juli 2026
Konkurrenten schöpften Verdacht gegen Phia vor Bekanntwerden des "Cookie Stuffing"

Branchenteilnehmer im Affiliate-Marketing-Bereich hatten bereits Monate vor der Enthüllung, dass das Startup Phia Provisionen unrechtmäßig entzogen hat, Verdacht geschöpft. Phia, mitgegründet von Phoebe Gates, der Tochter des Microsoft-Mitbegründers Bill Gates, soll seinen Tracking-Code heimlich in Affiliate-Links von Konkurrenten eingebettet haben, um sich Provisionen für Verkäufe anzurechnen, die es nicht generiert hat.

Kristine Locker, Gründerin des Affiliate-Shopping-Tools Locker, und Chris Lucas, CEO des Luxus-Handtaschenhändlers SecondSense, meldeten beide im Frühjahr 2026 einen spürbaren Umsatzrückgang. Die Rückgänge ließen sich nicht durch Änderungen der Nutzeraktivität oder Klickraten erklären. Ihre Bedenken wurden verstärkt, als Bloomberg im Juni 2026 über Phias angebliche Methoden berichtete.

Im Affiliate-Marketing stellen Unternehmen Links bereit, die Verbraucher zu Einzelhändlern leiten. Wenn ein Kauf über einen solchen Link getätigt wird, erhält der Affiliate-Marketer eine Provision. Nutzern der Phia-Browser-Erweiterung soll Berichten zufolge ein unsichtbarer Tab angezeigt worden sein, der die Empfehlungsberechtigung für Käufe beanspruchte, wodurch Phia Provisionen für von anderen generierte Verkäufe umleiten konnte.

Phia hat vorsätzliches Fehlverhalten bestritten und erklärt, ein kürzlich durchgeführtes Update habe Fehlzuordnungen verursacht. Branchenexperten deuten darauf hin, dass Phias Handlungen gegen die Regeln großer Affiliate-Netzwerke verstoßen. Ermittelnde Stellen, darunter Capital One Shopping, haben Einzelhändler über Phias mutmaßliche Praktiken informiert.

Originalquelle: inc.com