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Gesundheit

Kompressionsstrümpfe: Wirkung, Klassen und Risiken

Kompressionsstrümpfe verbessern den venösen Rückfluss und lindern schwere Beine. Sie können auch das Risiko von Blutgerinnseln senken, insbesondere bei bettlägerigen Patienten nach Operationen.

26. Juni 2026
Kompressionsstrümpfe: Wirkung, Klassen und Risiken

Kompressionsstrümpfe verbessern den venösen Rückfluss und können das Gefühl schwerer Beine lindern. In bestimmten Situationen, wie bei Bettlägerigkeit nach Operationen, können Kompressions- oder Antitrombosestrümpfe (ATS-Strümpfe) das Risiko venöser Thromboembolien senken und somit schwerwiegende Komplikationen wie Lungenembolien verhindern.

Medizinische Kompressionsstrümpfe und Antitrombosestrümpfe gehören beide zur Kompressionstherapie, werden jedoch in unterschiedlichen Situationen eingesetzt. ATS-Strümpfe kommen bei immobilen Patienten im Krankenhaus zum Einsatz. Medizinische Kompressionsstrümpfe dienen der Behandlung venöser Erkrankungen, Ödeme oder Lipödeme.

Bei Kompressionsstrümpfen wird zwischen medizinischen Modellen und Stützstrümpfen unterschieden. Stützstrümpfe sind frei verkäuflich. Medizinische Modelle gibt es auf Rezept im Fachhandel, also in Sanitätshäusern oder Apotheken.

Die Strümpfe müssen gut angepasst sein, um optimal wirken zu können. Zu enge Strümpfe können Schmerzen, Taubheitsgefühle oder eine dunkle Hautverfärbung verursachen. Kompressionsstrümpfe gibt es in den Klassen 1 bis 4, wobei eine höhere Klasse einen größeren Kompressionsdruck bedeutet. Ein Arzt bestimmt die benötigte Klasse je nach Beschwerdebild.

Es gibt spezielle Anleitungen zum Anlegen und Pflegen der Strümpfe. Sie sollten morgens angezogen werden, und Anziehhilfen können das Anlegen erleichtern. Korrekte Anwendung und regelmäßige Pflege sind entscheidend für die langfristige Wirksamkeit. Kompressionsstrümpfe werden bei bestimmten Erkrankungen wie akuten Hautinfektionen oder schweren Durchblutungsstörungen nicht empfohlen.

Originalquelle: ndr.de