CompTIA-Umfrage: KI-Kenntnisse der Mitarbeiter hinter der Unternehmensadaption zurück
Eine neue CompTIA-Umfrage zeigt eine erhebliche Lücke zwischen der KI-Adaption in Unternehmen und der Bereitschaft der Arbeitskräfte, wobei das Lernen weitgehend informell erfolgt.

Tools für künstliche Intelligenz (KI) werden von Fachleuten weithin genutzt, dennoch fühlt sich die Mehrheit nicht gut mit der Technologie vertraut, so eine neue Studie von CompTIA. Die "AI Skills Tracker"-Umfrage unter mehr als 1.000 Wirtschafts- und Technologieverantwortlichen ergab, dass 80 Prozent der Fachleute KI-Tools mehrmals im Monat nutzen, während nur 29 Prozent ein hohes Maß an Vertrautheit mit KI-Technologien angeben. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass geschäftsbezogene Aktivitäten 20 Prozent oder weniger ihrer gesamten KI-Nutzung ausmachen.
Die Forschung unterstreicht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Geschwindigkeit der KI-Adaption in Unternehmen und der Bereitschaft der Arbeitskräfte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die meisten Mitarbeiter KI-Kenntnisse unabhängig erwerben, anstatt durch vom Arbeitgeber gesponserte Schulungen. Über sechs von zehn verlassen sich auf allgemeine soziale Werkzeuge, denen formale Strukturen zur Dokumentation oder Validierung von Fähigkeiten fehlen.
"Organisationen, die einen größeren Geschäftswert aus ihren KI-Investitionen ziehen wollen, müssen die Entwicklung von Fähigkeiten der Arbeitskräfte neben der Technologiebereitstellung priorisieren", sagte Seth Robinson, Vizepräsident für Forschung bei CompTIA. "Die Bereitschaft der Arbeitskräfte wird der entscheidende Erfolgsfaktor sein, wenn Unternehmen über die Experimentierphase hinaus zur breiteren Implementierung übergehen."
Die CompTIA-Studie zeigt auch eine wachsende Kluft zwischen Mitarbeitern, die ihre Karrierefähigkeiten aktiv entwickeln, und denen, die einen eher beiläufigen Ansatz verfolgen. Unter den Befragten, die aktiv berufliche Fähigkeiten aufbauen, berichten 47 Prozent von einem hohen Maß an KI-Vertrautheit, verglichen mit insgesamt 29 Prozent. Robinson merkte an, dass Einzelpersonen, die proaktiv KI-Fähigkeiten aufbauen, eine größere Vertrautheit, Zuversicht und positive Arbeitsergebnisse berichten, was die Bedeutung von strukturiertem Lernen und praktischer Erfahrung unterstreicht.