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Technologie

Rechenleistung treibt starken Anstieg des Stromverbrauchs in China

Chinas Stromverbrauch überschritt im Juli 1 Billion Kilowattstunden, wobei der Energieverbrauch für Datendienste um 40 % stieg. Rechenleistung wird zu einer bedeutenden neuen Quelle der Nachfrage.

26. August 2026
Rechenleistung treibt starken Anstieg des Stromverbrauchs in China
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Chinas Stromverbrauch überstieg im Juli 1 Billion Kilowattstunden. Insbesondere der Energieverbrauch für Internet-Datendienste stieg um 40 % im Jahresvergleich, was darauf hindeutet, dass Rechenleistung zu einer wichtigen neuen Quelle für den wachsenden Strombedarf wird.

In Changshu, Provinz Jiangsu, verzeichnete ein intelligentes Rechenzentrum im August eine Spitzenlaststeigerung von über 70 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Spitzenlast der Rechenindustrie erreichte 200.000 Kilowatt und machte etwa 4,1 % des gesamten Stromverbrauchs der Stadt aus. Laut dem lokalen Stromversorger trägt der Rechensektor fast die Hälfte der inkrementellen Stromnachfrage der Stadt bei und hat die saisonale Klimaanlagenlast als Haupttreiber für das Sommerstromwachstum abgelöst.

In der gesamten Provinz Jiangsu verbrauchten 106 Unternehmen mit Rechenzentren im Juli über 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom, ein Anstieg von 31 %. Supercomputing- und intelligente Rechenzentren machten über 80 % dieses Verbrauchs aus.

Um die Auswirkungen auf das Stromnetz zu bewältigen, hat China kürzlich die erste koordinierte Regelung im Bereich von 100 Megawatt zwischen Rechenleistung und Stromnetz im Jibei-Stromnetz abgeschlossen. Während der Spitzenlastzeiten stellten 11 Rechenzentren in weniger als 10 Minuten eine Stromversorgungskapazität von 100,64 Megawatt zur Verfügung, ausreichend für über 20.000 Haushalte.

Prognosen gehen davon aus, dass der Stromverbrauch von Rechenzentren in China bis 2030 auf 800 Milliarden Kilowattstunden ansteigen könnte. Gleichzeitig wird die installierte Kapazität für Solar- und Windenergie des Landes voraussichtlich 2,8 Milliarden Kilowatt überschreiten. Um die doppelte Herausforderung des massiven Rechenbedarfs und der Absorption grüner Energie zu bewältigen, entwickeln mehrere Regionen Koordinationsmodelle zwischen "Rechenleistung und Stromnetz". Ziel ist es, die Rechenlast an die Verfügbarkeit grüner Energie anzupassen, um Kosten zu senken und die Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. Ein Beispiel ist das weltweit größte intelligente Rechenzentrum in Ulanqab, Innere Mongolei, das Direktversorgung mit grüner Energie aus eigenen Windparks und KI-gesteuerten Stromsystemen erforscht.

Originalquelle: ithome.com