Beraterin lotst Grenzen zwischen Slack und Arbeitszeit
Eine Managementberaterin kämpft mit dem Druck ständiger Erreichbarkeit auf digitalen Kommunikationsplattformen wie Slack. Die Breite der Aufgaben und der soziale Druck erschweren die Setzung von Grenzen.

Viele Berufstätige verspüren den Druck, auf digitalen Kommunikationsplattformen wie Slack ständig erreichbar sein zu müssen. Eine Beraterin, die für Fast Company schreibt, reflektiert darüber, wie schwierig es geworden ist, professionelle Erreichbarkeit mit persönlichen Grenzen in Einklang zu bringen.
Die Autorin beschreibt frühere Erfahrungen bei einem großen Marketingunternehmen, wo sie stets bereit war, unabhängig von der Tageszeit auf Nachrichten zu antworten. In ihrer jetzigen Beraterrolle leitet sie mehrere Projekte gleichzeitig, was ein ständiges Bewusstsein für Gruppendiskussionen erfordert, in denen oft wichtige Entscheidungen getroffen werden, bevor formelle Kanäle einbezogen werden.
Ein zentrales Problem ist der Wandel von der bloßen "Verfügbarkeit" zur "ständigen Verfügbarkeit in jedem Thread, für immer". Die Beraterin betont, dass wichtige arbeitsbezogene Entscheidungen und Änderungen, wie z. B. Anpassungen von Projektzeitplänen, häufig informell über Instant Messaging kommuniziert werden. Eine vollständige Abwesenheit von diesen Gesprächen kann daher zum Verpassen kritischer Informationen führen.
Darüber hinaus hebt die Autorin eine Dimension von Rassismus hervor. Sie hat das Gefühl, dass ihr Schweigen oder das "Offline-Gehen" anders interpretiert wird als bei ihren weißen Kollegen. Dies führt dazu, dass sie nicht nur aus geschäftlichen Gründen, sondern auch zur Vermeidung von Vorurteilen oder Rufschädigung erreichbar bleibt.
Letztendlich hat die Beraterin einen Kompromiss gefunden, indem sie persönliche Rhythmen für das Lesen und Beantworten von Nachrichten etabliert hat. Sie strebt danach, dringende Angelegenheiten umgehend zu bearbeiten, gibt aber nicht dringenden Nachrichten Zeit, bis zum nächsten Morgen zu warten. Sie betont, dass dies kein perfektes System ist, aber sie nun selbst wählt, wann sie antwortet, anstatt sich gezwungen zu fühlen, ständig auf dem Laufenden zu sein.