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Einzelhandel

Verbraucher nutzen „freundlichen Betrug“ bei Online-Transaktionen

Die Zahl der von Verbrauchern eingereichten Transaktionsstreitigkeiten ist stark angestiegen, was kleine Unternehmen durch Warenverlust und erhöhte Gebühren finanziell belastet.

14. Juli 2026
Verbraucher nutzen „freundlichen Betrug“ bei Online-Transaktionen

Verbraucher nutzen zunehmend die Schutzmechanismen von Kreditkarten, bekannt als „freundlicher Betrug“, um legitime Einkäufe rückgängig zu machen. Diese Praxis, bei der Kunden Waren kostenlos erhalten, indem sie eine Transaktion anfechten, hat erheblich zugenommen.

Amerikanische Verbraucher haben im Jahr 2025 158 Millionen Transaktionsstreitigkeiten eingeleitet, was einer Steigerung von 29 % gegenüber 2021 entspricht. Dieses Wachstum übersteigt laut Bloomberg bei weitem den Gesamtanstieg der Kartentransaktionen.

Während einige Streitigkeiten echt sind – sei es aufgrund vergessener Einkäufe oder verpasster Rückgabefristen beim Online-Shopping –, ist ein erheblicher Teil vorsätzlich. Dies zeigen auch Anleitungen in sozialen Medien, die Verbraucher dahingehend beraten, wie sie Rückbuchungen für kostenlose Waren nutzen können.

Kleine Unternehmen sind von diesen Verlusten unverhältnismäßig stark betroffen im Vergleich zu großen Einzelhändlern, die Kosten durch Preiserhöhungen auffangen können. Jede erfolgreiche betrügerische Streitigkeit kostet einen Händler den Produktwert, den entgangenen Umsatz und eine Strafgebühr, zusätzlich zum Aufwand für die Anfechtung des Anspruchs. Dieser Trend stellt eine erhebliche Belastung für kleinere Betriebe dar, die diese zusätzlichen Kosten nicht tragen können.

Originalquelle: entrepreneur.com