Umstrittene Bienengift-Therapie bei Borreliose löst Debatte aus
Eine Frau mit 15-jährigen Borreliose-Symptomen begann, sich nach einem Bienenschwarmangriff selbst mit Bienengift zu behandeln. Die Methode hat Diskussionen ausgelöst.

Eine Frau, die 15 Jahre lang unter den Symptomen des Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndroms (PTLDS) litt, fand Linderung durch eine selbstverabreichte Bienengifttherapie. Ellie Lobel kämpfte jahrelang mit Müdigkeit und Schmerzen, bis sie im März 2015 von einem Bienenschwarm angegriffen wurde. Obwohl sie gegen Bienen allergisch war und eine anaphylaktische Reaktion erlitt, berichtete sie einige Tage später von einer deutlichen Besserung.
Lobel begann daraufhin, sich regelmäßig selbst mit Bienengift zu stechen, was ihre chronischen Lyme-Symptome anscheinend behob. Seitdem setzt sie sich für die Bienengifttherapie als Behandlungsoption ein, wenn herkömmliche Antibiotika nicht ausreichend wirken.
Die Anwendung von Bienengift bei Borreliose ist jedoch umstritten und kostspielig, mit begrenzter wissenschaftlicher Validierung für diese spezifische Anwendung. Während Bienengift von der FDA für bestimmte Immuntherapien zugelassen ist, fehlt die Zulassung von medizinischen Behörden zur Behandlung von Borreliose.
Unterdessen nehmen durch Zecken übertragene Krankheiten wie Borreliose weltweit zu, teilweise aufgrund wachsender Zeckenpopulationen, die durch den Klimawandel beeinflusst werden. Dies erhöht den Bedarf an alternativen Behandlungen, unterstreicht aber auch die kritische Notwendigkeit wissenschaftlich validierter Methoden zur Gewährleistung der Patientensicherheit und Wirksamkeit.