Gerichtsmediziner Bestätigt Säuglingstod Durch Masern
Ein sechs Wochen altes Mädchen in Lancaster, Pennsylvania, ist an Masern gestorben, bestätigte der Gerichtsmediziner des Bezirks. Der Säugling litt auch an einer seltenen genetischen Erkrankung.

Ein sechs Wochen altes Säuglingsmädchen in Lancaster, Pennsylvania, ist an Masern gestorben, bestätigte der Gerichtsmediziner des Bezirks Stephen Diamantoni am Freitag, dem 18. August, gegenüber lokalen Medien. Diese Bestätigung bezieht sich auf öffentliche Auseinandersetzungen über masernbedingte Todesfälle.
Das Mädchen starb laut Diamantoni zu Hause. Obwohl Masern die Todesursache waren, litt der Säugling auch an der seltenen genetischen Erkrankung "Amish lethal microcephaly", die die Gehirnentwicklung beeinträchtigt. Diese durch eine Mutation im SLC25A19-Gen verursachte Erkrankung tritt bei den Alt-Amish in Pennsylvania häufig auf, etwa eines von 500 Neugeborenen ist betroffen. Säuglinge mit dieser Störung überleben in der Regel nur etwa sechs Monate.
Die Bestätigung des Gerichtsmediziners erfolgt vor dem Hintergrund einer breiteren Debatte über Impfgegner und die Wiederkehr vermeidbarer Krankheiten. Masern sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Gehirnentzündung und Tod führen kann, insbesondere bei Säuglingen und immungeschwächten Personen.
Gesundheitsbehörden betonen weiterhin die Bedeutung von Impfungen als wirksamste Schutzmaßnahme gegen Masern und andere Infektionskrankheiten. Das CDC empfiehlt routinemäßige Impfungen für Kinder, einschließlich der Masern-, Mumps- und Röteln- (MMR) Impfung, zum Schutz von Einzelpersonen und Gemeinschaften.