Corporate Governance Due Diligence bei Transaktionen in Schwellenländern
Ein Bericht von Alvarez & Marsal betont die strategische Bedeutung der Corporate Governance Due Diligence bei Transaktionen in Schwellenländern zur Wertschöpfung und Risikosteuerung.

Die Unternehmensberatung Alvarez & Marsal hebt in einem neuen Bericht die entscheidende Rolle der Due Diligence im Bereich Corporate Governance für Transaktionen in Schwellenländern hervor. Die Analyse des Unternehmens legt nahe, dass Governance oft als reine Compliance-Frage und nicht als strategische Priorität behandelt wird, was nachteilige Folgen haben kann.
In Schwellenländern, wo regulatorische Rahmenbedingungen und Eigentümerstrukturen komplex und uneinheitlich sein können, ist eine gründliche Bewertung der Unternehmensführung unerlässlich. Investoren, darunter Pensionsfonds und institutionelles Kapital, riskieren finanzielle Verluste und Reputationsschäden, wenn sie Governance-Risiken nicht angemessen einschätzen.
Der Bericht weist auf potenzielle Mängel in der Unternehmensführung hin, die den Wert mindern können, wie fiktive Umsätze, verspätete Finanzoffenlegungen und aggressive Geschäftsstrategien ohne ausreichende interne Kontrollen. Es wird darauf hingewiesen, dass familiengeführte oder "Promotor"-gesteuerte Unternehmen, die in diesen Märkten häufig vorkommen, zentralisierte Entscheidungsfindungen und eine schwache Unabhängigkeit des Aufsichtsorgans aufweisen können, was Risiken für Minderheitsaktionäre birgt.
Zu den identifizierten Hauptrisiken gehören Geschäftspraktiken von "Promotoren", Bestechungs- und Korruptionsrisiken, Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Cybersicherheit, Probleme mit finanzieller Integrität und Berichterstattung sowie ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Governance). Alvarez & Marsal empfiehlt ein operatives Vorgehen bei der Due Diligence zur praktischen Bewertung dieser Risiken.