Schmuggelzigarette erinnert an frühere Steuererhöhungen
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) präsentiert eine gefälschte Zigarettenpackung aus dem Jahr 2006, um Parallelen zur aktuellen Steuerdebatte zu ziehen.

Berlin – Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) hat eine gefälschte Marlboro-Zigarettenpackung aus dem Jahr 2006 als „Schmuggelzigarette der Woche“ vorgestellt. Das Fundstück stammt aus einer Zeit, in der Deutschland in kurzer Folge massive Tabaksteuererhöhungen erlebte.
Die ungewöhnliche Packungsgröße von 17 Zigaretten verortet die Fälschung in die Zeit zwischen September 2005 und 2006. Dies war eine Reaktion auf fünf Tabaksteuererhöhungen zwischen 2002 und 2005, die unter anderem zu kleineren Packungsgrößen führten. Obwohl Gesundheitswarnungen und der „Grüne Punkt“ der Zeit entsprechen, weist die Packung deutliche Fälschungsmerkmale auf, darunter ein schlecht gedrucktes Steuerzeichen und eine unsaubere Verarbeitung.
Der BVTE betont die Aktualität dieses historischen Falls, da in Deutschland erneut erhebliche Tabaksteuererhöhungen diskutiert werden. Hauptgeschäftsführer Jan Mücke warnt, dass frühere Steuererhöhungen im frühen 21. Jahrhundert zu einem Anstieg des illegalen Handels und des Konsums unversteuerter Ware führten, da Verbraucher nach günstigeren Alternativen suchten.
„Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht immer als Farce. Bei der Tabaksteuer sollten wir es besser gar nicht erst darauf ankommen lassen. Die Fehler der Vergangenheit müssen wir nicht ein zweites Mal machen“, so Mücke. Mit der Serie „Schmuggelzigarette der Woche“ will der BVTE auf die Vielfalt des illegalen Tabakhandels in Deutschland aufmerksam machen, wo schätzungsweise jede fünfte konsumierte Zigarettenpackung nicht hier versteuert wird.