Länder verbieten soziale Medien für Kinder – Australien macht den Anfang
Mehrere Nationen führen Beschränkungen für den Zugang Minderjähriger zu sozialen Medien ein oder erwägen diese. Australien ging mit einem Verbot Ende 2025 voran, und Frankreich ist das neueste Land, das ähnliche Maßnahmen ankündigt.

Mehrere Länder haben in den letzten Monaten Pläne angekündigt, den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien einzuschränken. Australien war Ende 2025 die erste Nation weltweit, die solche Maßnahmen einführte, und setzte damit einen Präzedenzfall, den andere Regierungen nun genau beobachten.
Die von Regierungen weltweit erlassenen Vorschriften und Vorschläge zielen darauf ab, die Belastungen und Risiken zu mindern, denen junge Nutzer online ausgesetzt sind, darunter Cybermobbing, Sucht, psychische Gesundheitsprobleme und die Exposition gegenüber Raubtieren. Frankreich ist das neueste Land, das eine ähnliche Maßnahme angekündigt hat.
Diese Maßnahmen haben jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, insbesondere bei Altersüberprüfungsprozessen, und des Ausmaßes staatlicher Interventionen aufgeworfen. Kritiker wie Amnesty Tech argumentieren, dass diese Verbote ineffektiv sind und die Realitäten jüngerer Generationen nicht berücksichtigen. Trotz dieser Vorbehalte fahren viele Nationen mit ihren Gesetzesentwürfen fort.
Das im Dezember 2025 in Kraft getretene australische Verbot richtete sich gegen Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat, Threads, TikTok, X, YouTube und Reddit. Diese Entscheidung hat eine internationale Debatte ausgelöst und andere Länder dazu veranlasst, ähnliche Beschränkungen in Betracht zu ziehen, was eine wachsende globale Besorgnis über die Auswirkungen sozialer Medien auf die Jugend widerspiegelt.