Gericht: Zwei ehemalige Samsung-Mitarbeiter dürfen bis April 2027 nicht für SK Hynix arbeiten
Ein südkoreanisches Gericht hat dem Antrag von Samsung Electronics auf ein Wettbewerbsverbot für zwei ehemalige Mitarbeiter, die zu SK Hynix gewechselt sind, teilweise stattgegeben. Die Mitarbeiter dürfen bis zum 30. April 2027 nicht für SK Hynix tätig sein.

Das südkoreanische Bezirksgericht Suwon hat dem Antrag von Samsung Electronics auf ein Wettbewerbsverbot gegen zwei ehemalige Mitarbeiter, die zum Konkurrenten SK Hynix wechselten, teilweise stattgegeben. Demnach dürfen die beiden Mitarbeiter bis zum 30. April 2027 nicht für SK Hynix und dessen verbundene Unternehmen arbeiten.
Der Fall entstand aus Samsungs Sorge über den Abfluss von Schlüsselpersonal. Die Mitarbeiter waren rund 10 bis 11 Jahre in Samsungs Speicherabteilung tätig und Berichten zufolge an der Entwicklung von NAND-Flash-Speichern beteiligt, bevor sie im Februar zu SK Hynix wechselten. Samsung hatte auf Basis einer Wettbewerbsklausel ein zweijähriges Beschäftigungsverbot gefordert.
Das Gericht befand, dass die betreffende NAND-Flash-Designtechnologie als "nationale Kerntechnologie" in Südkorea eingestuft wird, was bestimmte Beschäftigungsbeschränkungen zum Schutz der legitimen Interessen des Unternehmens erforderlich macht. Die Beschränkungsfrist wurde jedoch auf 18 Monate verkürzt und entsprach damit nicht der vollständigen Forderung von Samsung.
Samsung Electronics und SK Hynix sind Hauptkonkurrenten auf dem globalen Speichermarkt mit intensivem Wettbewerb im NAND-Flash-Sektor. Die Abwanderung hochrangiger Entwicklungsmitarbeiter kann sich direkt auf technologische Vorteile und Marktanteile auswirken.