Gerichtshof bestätigt Kfz-Versicherungsprämien nach Familienstand
Ein kalifornisches Berufungsgericht hat eine Entscheidung bestätigt, die es Autoversicherern erlaubt, höhere Prämien aufgrund des Familienstandes zu verlangen. Verbrauchergruppen kritisieren die Entscheidung als diskriminierend.

Ein geteiltes Berufungsgericht in Kalifornien hat die Entscheidung des Versicherungsbeauftragten Ricardo Lara bestätigt, die es Autoversicherern erlaubt, von unverheirateten Kaliforniern höhere Prämien zu verlangen. Die Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog hat das Urteil verurteilt und erklärt, es befürworte diskriminierende Praktiken von Versicherern basierend auf dem Familienstand.
Die Gerichtsentscheidung erlaubt es Versicherungsgesellschaften, den Familienstand weiterhin als optionalen Faktor bei der Prämienkalkulation zu nutzen. Diese Praxis kann dazu führen, dass Witwen, Geschiedene, alleinerziehende Elternteile und andere unverheiratete Fahrer mehr für die gleiche Deckung bezahlen. Berichte deuten darauf hin, dass diese Zuschläge jährlich etwa 56 bis 100 US-Dollar betragen können. Consumer Watchdog argumentiert, dass dies gegen die Bürgerrechtsgesetze Kaliforniens verstößt.
Farmers Insurance hat sich dem Fall zusammen mit Kommissar Lara angeschlossen, um die Regelung zu verteidigen. Consumer Watchdog behauptet, dass die Entscheidung im Widerspruch zum Bürgerrechtsgesetz des Staates steht, das Diskriminierung aufgrund des Familienstandes verbietet. Die Gruppe hat Beweise vorgelegt, die erhebliche Prämienunterschiede zwischen verheirateten und unverheirateten Fahrern mit ähnlichen Fahrhistorien und Profilen aufzeigen.
Das Urteil enthielt eine bemerkenswerte 30-seitige abweichende Meinung von der Vorsitzenden Richterin Alison M. Tucher. Richterin Tucher schlussfolgerte, dass das kalifornische Recht Versicherern oder dem Versicherungsbeauftragten nicht mehr erlaubt, Fahrer aufgrund ihres Familienstandes zu diskriminieren. Laut Tucher verbieten Gesetzesänderungen eine solche Diskriminierung, was die Regelung ungültig macht.