CRIF-Studie: Mehr Kundenzufriedenheit durch digitale Bankunterstützung
Laut einer CRIF-Studie wünschen sich 71 % der Deutschen mehr Unterstützung von ihrer Bank bei finanziellen Schwierigkeiten. Insbesondere junge Erwachsene bevorzugen digitale Kanäle.

Eine neue Studie von CRIF mit dem Titel "Banking on Banks" zeigt, dass die Mehrheit der deutschen Verbraucher mehr Unterstützung von ihrer Bank erwartet, wenn sie finanziellen Herausforderungen gegenüberstehen. Die Untersuchung, für die 1.000 deutsche Konsumenten im Juli 2022 befragt wurden, analysierte die Auswirkungen gestiegener Lebenshaltungskosten auf die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass 71 % der Deutschen in schwierigen Zeiten mehr Hilfe von ihrer Bank erwarten. Angesichts von Inflation, dem Krieg in der Ukraine und der Energiekrise gehen 37 % der Befragten davon aus, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird, was einen Bedarf an Orientierung und Unterstützung schafft.
Die Studie betont die Notwendigkeit für Banken, ihre Angebote anzupassen. 41 % der Teilnehmer sind der Meinung, dass Banken Produkte und Dienstleistungen stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zuschneiden sollten. Darüber hinaus wünschen sich 36 % mehr Unterstützung von der Bank beim Sparen, und ein Drittel der Befragten glaubt, dass Banken proaktiver helfen sollten, Ausgaben für Dienstleistungen wie Versicherungen zu reduzieren.
Digitalisierung wird als wichtiger Bereich für Verbesserungen identifiziert, insbesondere für jüngere Altersgruppen. Rund 32 % der 18- bis 34-Jährigen bevorzugen digitale Unterstützung. Es besteht zudem eine Nachfrage nach digitalen Lösungen zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit, zur Finanzplanung und zur frühzeitigen Warnung vor finanziellen Problemen. Verbraucher sind zunehmend bereit, persönliche Daten zu teilen, wenn dies Vorteile wie einfachere Kreditanträge oder höhere Kreditlimits ermöglicht, vorausgesetzt, die Daten werden verantwortungsvoll und vorschriftsmäßig behandelt.