Kritische Mineralien: Nachfrage steigt durch Energiewende und KI-Wachstum
Die Analyse von J.P. Morgan zeigt einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach kritischen Mineralien wie Lithium und Kobalt. Haupttreiber sind die Energiewende und der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren, was die Märkte strafft.

Die steigende Nachfrage nach kritischen Mineralien wie Lithium, Kobalt und seltenen Erden entwickelt sich zu einer strategischen und wirtschaftlichen Herausforderung. Die Analyse von J.P. Morgan unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Materialien, während die Welt auf erneuerbare Energien umstellt und den steigenden Energieverbrauch künstlicher Intelligenz bewältigt.
Diese Mineralien sind grundlegend für moderne Technologien und treiben alles von Batterien in Elektrofahrzeugen bis hin zu Komponenten in Windturbinen an. Seltene Erden sind insbesondere für grüne Energieinitiativen und die Verteidigungsindustrie von entscheidender Bedeutung. Der steigende Energieverbrauch, der maßgeblich von KI und Rechenzentren beeinflusst wird, erhöht den Druck auf die Mineralienverfügbarkeit. Analysten prognostizieren, dass Rechenzentren bis 2035 fast 9 % des US-Strombedarfs ausmachen könnten.
Der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windkraft erfordert immense Mengen an Mineralien wie Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit und seltenen Erden. J.P. Morgan Global Research prognostiziert, dass die globale Lithiumnachfrage 2026 um 16 % im Jahresvergleich steigen wird, wobei Elektrofahrzeuge und Energiespeichersysteme die Haupttreiber sind. Auch die Nachfrage nach Kupfer wird voraussichtlich steigen, bedingt durch die Infrastrukturmodernisierung für erneuerbare Energien.
Steigende Verteidigungsbudgets treiben die Nachfrage nach kritischen Mineralien weiter an, insbesondere für Magnete, die auf seltenen Erden basieren. Der kombinierte Druck von steigender Nachfrage aus Energieerzeugung und Verteidigung, gepaart mit potenziell angespannten Lieferketten, schafft beispiellose Herausforderungen für die Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Mineralien in den kommenden Jahren.