Kritische Mineralien: M&A und Lieferketten formen sich bis 2026 neu
DataM Intelligence berichtet über ein globales Rennen um die Beschaffung von Lithium, Seltenen Erden und Kupfer, das die Industriestrategien bis 2026 umgestaltet. Fusionen und Übernahmen, Handelsabkommen und strategische Investitionen sind entscheidende Treiber.

Der globale Markt für kritische Mineralien hat sich von einem Nischenthema im Bergbau zu einem zentralen Element der industriellen Strategie entwickelt. DataM Intelligence hebt hervor, dass Mineralien wie Lithium, Seltene Erden, Kupfer, Graphit und Kobalt das Rückgrat für Elektrofahrzeuge, Energiespeicher, Windkraftanlagen und Verteidigungssysteme bilden.
Bis 2026 wird ein verstärkter Wettbewerb um diese Mineralien zwischen Regierungen, Bergbauunternehmen und industriellen Abnehmern erwartet. Der Bericht betont die wachsende Bedeutung von Fusionen und Übernahmen (M&A), neuen Handelspartnerschaften und staatlich geförderten Fonds. Die Reduzierung der Abhängigkeit von Chinas dominierenden Lieferketten ist ein vorrangiges Ziel.
Das Forschungsunternehmen weist darauf hin, dass der Wettbewerb über reine Bergbaurechte hinausgeht und zunehmend auch Raffination, Magnetherstellung und Recycling umfasst. Die Kontrolle über die mittleren und nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette wird die Ausrichtung der zukünftigen Energiewende bestimmen.
Im ersten Quartal 2026 erreichten die globalen M&A im Bergbausektor rund 21,6 Milliarden US-Dollar. Um Lieferengpässe zu vermeiden und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, tätigen Unternehmen und Investoren frühzeitig Schritte. Bemerkenswerte Beispiele sind das Interesse des Orion Critical Mineral Consortium an Eramet und die geplante Übernahme von European Lithium durch Critical Metals Corp.