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Technologie

Kritische UEFI-Sicherheitslücke bedroht globale Server-Infrastruktur

Eine schwerwiegende Schwachstelle im UEFI-Referenzcode TianoCore EDK II ermöglicht die Codeausführung vor dem Start des Betriebssystems.

27. Oktober 2026
Kritische UEFI-Sicherheitslücke bedroht globale Server-Infrastruktur

In der TianoCore EDK II-Basis, einer weit verbreiteten Open-Source-Grundlage für UEFI-Firmware, wurde eine Sicherheitslücke mit einem Schweregrad von 9,5 von 10 Punkten entdeckt. Die unter CVE-2026-97631 geführte Schwachstelle betrifft eine Speicherverwaltungskomponente und ermöglicht es Angreifern, Schadcode auszuführen, noch bevor Sicherheitsmechanismen wie Secure Boot greifen.

Da zahlreiche BIOS-Hersteller wie AMI, Insyde und Phoenix sowie Microsofts Project Mu auf diesen Code zurückgreifen, ist ein Großteil der globalen Server-Infrastruktur potenziell betroffen. Ein erfolgreicher Angriff erlaubt es, die Vertrauenskette des Systems zu unterbrechen und weitere Schadsoftware in einem frühen Stadium des Systemstarts zu etablieren.

Obwohl die Lücke selbst keine direkte Persistenz bietet, dient sie als Einfallstor für schwerwiegendere Kompromittierungen auf Firmware-Ebene. IT-Verantwortliche sind nun von den jeweiligen Hardware-Herstellern abhängig, um entsprechende Firmware-Updates einzuspielen.

Originalquelle: arstechnica.com