Kritische Schwachstellen im Betriebssystem WatchGuard Fireware OS
Das CERT-Bund warnt vor 18 Sicherheitslücken in WatchGuard-Appliances und dem VPN-Client, von denen sieben als kritisch eingestuft werden.

Das Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung (CERT-Bund) hat vor einer Reihe schwerwiegender Sicherheitslücken in den Appliances der Firma WatchGuard gewarnt. Insgesamt 18 Schwachstellen wurden identifiziert, wobei sieben davon mit CVSS-Werten zwischen 9,1 und 9,5 als kritisch eingestuft sind. Das CERT-Bund bewertet das Gesamtrisiko mit dem Höchstwert von 10,0.
Die Lücken betreffen primär das Betriebssystem Fireware OS sowie den zugehörigen VPN-Client für Windows. Angreifer können die Schwachstellen unter anderem für Remote Code Execution, teils mit Root-Rechten, sowie für Denial-of-Service-Angriffe ausnutzen. Betroffen sind Appliances in spezifischen Konfigurationen, etwa bei aktiviertem Access Portal oder im Betrieb als FireCluster.
Bisher sind keine Fälle bekannt, in denen die Lücken aktiv für Angriffe genutzt wurden. WatchGuard hat Sicherheitsupdates bereitgestellt, die dringend installiert werden sollten. Nutzer der aktuellen Fireware-Versionen müssen auf 2026.4 oder 12.12.4 aktualisieren. Für die Modelle T15 und T35 ist das Update auf Version 12.5.22 erforderlich; der VPN-Client sollte auf 2026.4 gebracht werden.