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Wissenschaft

Kroatien strebt Emissionsminderungen und verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien an

Kroatien hat sich verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen zu erhöhen. Öl und Erdgas bleiben wesentliche Bestandteile der Energiemischung des Landes.

19. Juni 2026
Kroatien strebt Emissionsminderungen und verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien an
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine Übersicht zu Kroatiens Energiesituation und Klimazielen veröffentlicht. Als EU-Mitglied seit 2013 hat Kroatien ehrgeizige Ziele für Emissionsminderungen und den Ausbau erneuerbarer Energien festgelegt.

Das Land strebt an, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken, um mit der Klimapolitik der Europäischen Union übereinzustimmen. Für Sektoren außerhalb des EU-Emissionshandelssystems peilt Kroatien eine Reduktion von 30 % an. Darüber hinaus zielt die Nation darauf ab, bis 2030 eine Netto-Entnahme von 593 kt CO2 im Bereich Landnutzung und Forstwirtschaft zu erreichen.

Im Jahr 2021 wurde Kroatiens Energiemix hauptsächlich aus Öl (34,6 %) und Erdgas (29,5 %) zusammengesetzt. Biokraftstoffe und Abfall machten 20,3 % der im Inland produzierten Energie aus. Bis 2022 stammten 60 % der Energieversorgung des Landes aus Importen. Kroatien hat seither in ein LNG-Terminal auf der Insel Krk investiert, was es dem Land ermöglicht, einen erheblichen Teil seiner früheren Erdgasimporte aus Russland zu ersetzen.

Kroatiens Strategie für erneuerbare Energien umfasst den Ausbau der solaren Photovoltaikkapazitäten, die Anfang 2023 eine deutliche Steigerung erfuhren, obwohl das Land eine der niedrigsten Pro-Kopf-Kapazitäten in Europa aufweist. Auch Geothermie bietet Potenzial. Das Gesamtziel des Landes ist es, den Anteil erneuerbarer Energiequellen von 31,7 % im Jahr 2021 auf 42,5 % bis 2030 zu erhöhen. Im Stromsektor soll der Beitrag erneuerbarer Energien im gleichen Zeitraum von 53,5 % auf 73,6 % gesteigert werden.

Originalquelle: dbu.de