Corona-Varianten im Sommer 2026: Lage stabil
Die SARS-CoV-2-Varianten Stratus, Nimbus und Cicada sind im Juni 2026 aktiv. Tests und angepasste Impfstoffe sind verfügbar, während die Infektionszahlen stabil bleiben.
Im Juni 2026 zirkulieren in Deutschland vor allem die SARS-CoV-2-Varianten XFG Stratus, NB.1.8.1 Nimbus und BA.3.2 Cicada. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das von diesen Varianten ausgehende Risiko als gering ein. Es wird nicht erwartet, dass die Wirksamkeit der zugelassenen COVID-19-Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen signifikant beeinträchtigt wird.
Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist seit Wochen stabil. Auch die Viruslast im Abwasser zeigt keine auffälligen Veränderungen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Inzidenzwerte in Bundesländern wie Hessen und Thüringen mit 0,0 am niedrigsten, während Sachsen die höchste Inzidenz (0,2) aufweist.
Die Symptome der neuen Varianten können von Fieber, Husten und Kopfschmerzen bis hin zu Halsschmerzen reichen. Insbesondere bei den Varianten Nimbus und Cicada wurde über scharfe Halsschmerzen berichtet. Stratus vermehrt sich vor allem in den oberen Atemwegen. Vorhandene Antigentests und PCR-Tests gelten weiterhin als zuverlässig, solange sie korrekt gelagert wurden und ihr Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist.
Seit September 2025 ist ein angepasster Impfstoff von Biontech verfügbar. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Auffrischimpfungen für Personen ab 60 Jahren, Risikogruppen und medizinisches Personal. Der beste Zeitpunkt für eine Impfung ist der Herbst. Masken sind nicht verpflichtend, können aber für immungeschwächte Personen weiterhin eine sinnvolle Schutzmaßnahme darstellen.