Kürzungen bei GLP-1-Medikamenten können Unternehmenskosten erhöhen
Eine neue Studie legt nahe, dass die Streichung der Kostenübernahme für Medikamente zur Gewichtsreduktion wie Ozempic zu Produktivitätsverlusten von bis zu 866 US-Dollar pro Mitarbeiter und Jahr führen könnte.

Arbeitgeber, die die Kostenübernahme für GLP-1-Medikamente, die zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden, überdenken, könnten mit höheren Kosten konfrontiert sein als erwartet, so eine neue Studie des National Bureau of Economic Research (NBER).
Die Studie, die Daten aus Dänemark analysierte, ergab, dass die Behandlung mit GLP-1-Medikamenten die langfristige Krankheitsabwesenheit um 17,3 Prozent reduzierte. Dieser Effekt verstärkte sich im Laufe der Zeit und war mit weniger Notfallbesuchen und einem geringeren Verbrauch von Herz-Kreislauf-Medikamenten verbunden, was auf anhaltende Gesundheitsverbesserungen hindeutet.
Diese gesundheitlichen Vorteile führen zu einer erhöhten Anwesenheit und Produktivität der Mitarbeiter. Die NBER-Analyse schätzt, dass die Reduzierung von Krankheitsabwesenheiten und die verbesserte Produktivität für Unternehmen einen jährlichen wirtschaftlichen Vorteil von rund 866 US-Dollar pro Mitarbeiter bringen könnten.
Der Artikel weist darauf hin, dass Unterschiede in den dänischen Arbeitsvorschriften und den öffentlichen Gesundheitssystemen im Vergleich zu den USA das Ausmaß dieser Einsparungen beeinflussen könnten. Dänemarks umfangreiche Regelungen für bezahlte Krankheitsurlaube unterstreichen die Kosten von Fehlzeiten für Unternehmen, während das öffentliche System einen Teil der Behandlungskosten übernimmt.