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Technologie

Cyberangriff legt iranische Banken lahm

Staatliche Banken im Iran sind nach einem Cyberangriff massiv gestört worden, was zu vorübergehenden Ausfällen elektronischer Dienste führte.

10. Juli 2026
Cyberangriff legt iranische Banken lahm

Mehrere staatliche Banken im Iran sind am Wochenende Ziel eines Cyberangriffs geworden, der zu erheblichen Störungen bei elektronischen Dienstleistungen führte. Der Koordinierungsrat der iranischen Banken bestätigte die Vorfälle laut dem Wirtschaftsportal Eghtesad-News, teilte jedoch mit, dass die Probleme behoben seien und der Onlineverkehr wieder normal laufe.

Die Ausfälle waren besonders in der Hauptstadt Teheran spürbar. Kunden konnten in Supermärkten, Restaurants und an Tankstellen keine Online-Zahlungen mehr durchführen. Betroffen waren unter anderem vier große staatliche Banken und zahlreiche Geldautomaten.

Eine iranische Cybercrime-Gruppe namens Black Wolves hatte bereits im Vorfeld über ihren Telegram-Kanal einen Angriff angekündigt und sprach von einem "stillen Krieg". Bereits 2022 kam es während der Proteste im Iran zu einem massiven Angriff auf die Zentralbank.

Iran hat in den letzten Monaten wiederholt mit Ausfällen und Einschränkungen der Internetkonnektivität zu kämpfen. Zuvor gab es eine 88-tägige landesweite Internet-Sperre. Die Regierung hat zudem den Zugang zu bestimmten Websites und sozialen Medien eingeschränkt, während die Nutzung von VPN-Diensten illegal ist.

Originalquelle: heise.de