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Einzelhandel

Cyberangriff ließ Hunderte Waren in französischen Supermärkten verderben

Unbekannte Hacker legten die Kühlsysteme dutzender französischer Supermärkte lahm. Hunderte Lebensmittel wurden verdorben und mehrere Filialen brannten.

14. Oktober 2026
Cyberangriff ließ Hunderte Waren in französischen Supermärkten verderben

Ein massiver Cyberangriff hat in der Nacht zum Montag die Kühlsysteme Hunderter Supermärkte in Frankreich lahmgelegt. Die Temperaturen in Kühl- und Gefrierschränken stiegen auf bis zu 50 Grad Celsius, was laut Reuters dazu führte, dass Hunderte von Lebensmitteln verdarben und in mehreren Filialen Brände ausbrachen. Die Pariser Staatsanwaltschaft sprach von einem „großangelegten“ Angriff auf vernetzte Kühlsysteme mehrerer großer Lebensmittelhändler.

Premierminister Sébastien Lecornu wies die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI an, den Vorfall zu untersuchen. Rund 150 Filialen der Supermarktkette Intermarché waren betroffen. Angreifer verschafften sich Zugang zu den Steuergeräten der Kühlanlagen und versetzten sie in den Abtaumodus. Über mehrere Stunden stiegen die Temperaturen stark an, was die Entsorgung aller aufgetauten Lebensmittel wie Fleisch und Tiefkühlwaren zur Folge hatte.

Auch Supermärkte der Genossenschaft Cooperative U und der Kette Carrefour waren Ziele der Angriffe. Cooperative U-Chef Dominique Schelcher bezeichnete die Attacken als „extrem schwerwiegend und beispiellos“ und forderte eine lückenlose Aufklärung. Die betroffenen Systeme seien für die Lagerung frischer Produkte und die Lebensmittelversorgung unerlässlich.

Bei einem Großteil der betroffenen Systeme handelt es sich um ältere Technologien, darunter Modelle von Danfoss wie AK-SM 800 und AK-SC 355. Für diese älteren Systeme stellt der Hersteller keine Software- oder Sicherheitsupdates mehr bereit. Danfoss rät seinen Kunden seit Langem dazu, unterstützte Systeme aktuell zu halten und ältere Lösungen durch aktuelle zu ersetzen.

Originalquelle: heise.de