Cyberangriff: Windows-Automatisierungswerkzeug verbreitet Ransomware und Infostealer
Ein neuer AV-TEST-Bericht zeigt, wie gut Sicherheitsprodukte gegen Angriffe mit dem AutoIt-Tool im Windows 11-Umfeld bestehen.

Der aktuelle Advanced Threat Protection (ATP)-Test von AV-TEST hat die Abwehrfähigkeiten von Sicherheitsprodukten gegen neue Cyberbedrohungen untersucht. Der Fokus lag dabei auf der Ausnutzung von legitimen Windows-Automatisierungswerkzeugen wie AutoIt durch Angreifer zur Verbreitung von Ransomware und Infostealern.
Im Test wurden 17 Sicherheitspakete für Privat- und Geschäftskunden auf die Probe gestellt. Diese mussten sich zehn verschiedenen Angriffsszenarien unter Windows 11 stellen. Eine besondere Rolle spielte der Einsatz von AutoIt-Skripten, die Angreifer zur Erstellung und Verbreitung schädlicher Programme nutzen. Da AutoIt ein legales Werkzeug ist, fallen solche Skripte nicht sofort auf.
Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten getesteten Lösungen erfolgreich waren. Sieben der acht geprüften Consumer-Produkte wehrten sämtliche Angriffe ab und erhielten die volle Punktzahl von 35. Auch die neun getesteten Unternehmenslösungen zeigten eine starke Abwehrleistung, und fast alle erzielten die maximalen Punktwerte.
Der ATP-Test von AV-TEST simuliert realistische Angriffsmethoden und berücksichtigt dabei auch aktuelle Techniken von Hackergruppen wie Qilin, Play oder Akira. Die Fähigkeit der Produkte, komplexe Bedrohungen zu erkennen und zu stoppen, ist entscheidend, da sich Schadsoftware ständig weiterentwickelt, oft unter Einsatz von künstlicher Intelligenz. Der Test wird regelmäßig aktualisiert, um neue Bedrohungen abzudecken.