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Technologie

Cyberangriffe auf Kühl- und Gefriersysteme im europäischen Einzelhandel

Koordinierte Cyberangriffe auf Kühlketteninfrastrukturen haben in mehreren europäischen Ländern zu Lebensmittelverlusten und Sicherheitsrisiken geführt.

2. November 2026
Cyberangriffe auf Kühl- und Gefriersysteme im europäischen Einzelhandel

Einzelhandelsketten wie Ahold Delhaize, Colruyt, ICA und Coop wurden Opfer einer Serie von Cyberangriffen, die gezielt auf die Kühlsysteme ihrer Filialen abzielten. Durch den unbefugten Fernzugriff auf die Steuerungseinheiten wurden die Temperaturen in den Kühl- und Gefriergeräten auf 50 Grad Celsius angehoben, was zu massiven Lebensmittelverlusten und in einigen Fällen zu durch Überhitzung verursachten Bränden führte.

Die Angriffe betrafen vorwiegend internetfähige Systeme des dänischen Herstellers Danfoss. Die Sicherheitslücke in der Fernwartungstechnologie erlaubte es den Angreifern, die Kontrolle über die Anlagen zu übernehmen. Während betroffene Unternehmen wie Coop die Betriebsbereitschaft ihrer Filialen nach den Vorfällen weitgehend wiederhergestellt haben, bleibt das Risiko für vernetzte Infrastrukturen hoch.

Bereits im Vormonat kam es in Frankreich zu ähnlichen Vorfällen, die Schäden in Millionenhöhe verursachten. Der EU-Landwirtschaftskommissar Christophe Hansen warnte vor der Schwere der Vorfälle, die als gezielte Störung der Lebensmittelversorgungskette und als Angriff auf das Vertrauen der Verbraucher gewertet werden.

Die Vorfälle zeigen die zunehmende Anfälligkeit physischer Infrastrukturen im Einzelhandel gegenüber digitalen Bedrohungen auf. Experten fordern eine dringende Überprüfung der Sicherheitsstandards für vernetzte Gebäudetechnik, um die Integrität der Lebensmittelkette langfristig zu sichern.

Originalquelle: fastcompany.com