Cyberkriminelle zielen auf Kreditkartendaten: Italien unter den 20 am stärksten betroffenen Ländern
Im Jahr 2022 nahm der Austausch kompromittierter Anmeldedaten, insbesondere solcher mit Kreditkartendaten und Telefonnummern, im Darknet zu. Italien zählt zu den 20 am stärksten betroffenen Ländern.

Cyberkriminelle haben 2022 ihren Fokus verstärkt auf Kreditkartendaten gelegt, oft in Kombination mit Telefonnummern. Laut CRIFs Cyber Observatory verzeichnete der Umlauf von Kreditkartendaten, Telefonnummern und anderen persönlichen Informationen im Darknet einen deutlichen Anstieg.
Der Bericht betont, dass der Handel mit gestohlenen persönlichen Daten im Darknet weiterhin stark war. Insbesondere Kombinationen aus Kreditkartennummern, Ablaufdaten und CVV-Codes traten häufiger auf, mit einem Anstieg von 10,5 Prozent. Daten, die Telefonnummern und Namen umfassen, stiegen um 4,4 Prozent, was in Zeiten der Zwei-Faktor-Authentifizierung den unbefugten Kontozugriff erleichtert.
Im Jahr 2022 wurden über 1,6 Millionen Warnmeldungen ausgegeben, davon 1,5 Millionen im Zusammenhang mit dem Darknet und 106.000 im offenen Web. Obwohl die Gesamtzahl der Warnmeldungen im Vergleich zu 2021 zurückging, verzeichnete CRIF einen Anstieg der Schwere der kompromittierten Daten.
In Italien bezogen sich 83,7 Prozent der an Benutzer gesendeten Warnmeldungen auf Daten, die im Darknet gefunden wurden. Die am häufigsten kompromittierten Datentypen im Darknet waren E-Mail-Adressen, Passwörter und Telefonnummern. Diese gestohlenen Konten wurden am häufigsten mit Unterhaltungsdiensten wie Online-Spielen und Dating-Plattformen sowie Social-Media-Konten in Verbindung gebracht.