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Gesundheit

Cyclosporia-Ausbruch breitet sich in den USA aus

Ein weit verbreiteter und sich schnell ausbreitender Ausbruch von Cyclosporia, einer parasitären Infektion mit schweren Magen-Darm-Beschwerden, betrifft die USA. Verunreinigte Salatblätter gelten als wahrscheinliche Quelle, und Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Fallzahlen die gemeldeten übersteigen.

15. Juli 2026
Cyclosporia-Ausbruch breitet sich in den USA aus

Die Vereinigten Staaten sind von einem großen und sich schnell ausbreitenden Ausbruch der Cyclosporiase betroffen, einer parasitären Infektion, die schwere Magen-Darm-Beschwerden verursacht. Fast 7.000 potenzielle Fälle wurden gemeldet, davon über 3.300 allein in Michigan. Verunreinigte Salatblätter wurden als wahrscheinliche Quelle identifiziert.

Gesundheitsbehörden und Experten für Infektionskrankheiten schätzen, dass die tatsächliche Zahl der Fälle mindestens doppelt so hoch ist wie die gemeldeten Zahlen. Diese Untererfassung erklärt sich dadurch, dass viele Personen bei milderen Symptomen keine ärztliche Hilfe suchen und Labore nicht routinemäßig auf Cyclosporiase testen. Die Krankheit kann zu anhaltendem Durchfall führen, der die Betroffenen erheblich beeinträchtigt.

Cyclosporia-Parasiten haften gut an frischen Produkten, insbesondere an rohem Obst und Gemüse wie Salat und Beeren. Der Parasit ist resistent gegen gängige Desinfektionsmittel wie Bleichmittel und Chlor, die in der Lebensmittelverarbeitung und Wasseraufbereitung eingesetzt werden. Da diese Produkte oft roh verzehrt werden, sind wirksame Methoden zur Eliminierung des Parasiten vor dem Verzehr begrenzt, obwohl Kochen ihn abtötet.

Während frühere Ausbrüche oft mit importierten Produkten in Verbindung gebracht wurden, gab es in den letzten Jahren eine Zunahme von Fällen, die von inländischen Quellen stammen. Der aktuelle Ausbruch verdeutlicht, wie effizient die Lebensmittelverteilungspfade Krankheitserreger im ganzen Land verbreiten können. Es wird erwartet, dass Fälle schließlich in allen 50 Bundesstaaten gemeldet werden.

Originalquelle: wired.com