DANISH-CRT-Studie: Gezielte und Standard-CRT-Leitungspositionierung zeigen ähnliche Ergebnisse
Die DANISH-CRT-Studie ergab, dass die gezielte Platzierung der Linksherzventrikelleitung die Ergebnisse bei Patienten mit Herzinsuffizienz im Vergleich zur Standardplatzierung nicht verbesserte.

Die Ergebnisse der DANISH-CRT-Studie wurden auf dem ESC Congress 2026 in München vorgestellt und gleichzeitig im The Lancet veröffentlicht.
Die Studie, an der 1.000 Patienten mit Herzinsuffizienz und einem Linksherzscheidenbündelblock (LBBB) teilnahmen, ergab keinen signifikanten Unterschied bei der Sterblichkeit oder den Krankenhauseinweisungen wegen Herzinsuffizienz zwischen der gezielten und der Standardplatzierung der Linksherzventrikelleitung.
Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 45,8 Monaten traten Tod oder die erste ungeplante Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz bei 27,9 % der Patienten in der Gruppe mit gezielter Platzierung und bei 25,5 % in der Gruppe mit Standardplatzierung auf; dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant.
Sekundäre Endpunkte, einschließlich struktureller Veränderungen des linken Ventrikels, der Lebensqualität und der körperlichen Kapazität, zeigten ähnliche Ergebnisse. Numerisch wurden bei der gezielten Platzierung mehr leitungsbedingte Komplikationen beobachtet.
Der Hauptuntersuchungsleiter Professor Jens Cosedis Nielsen erklärte, dass die Ergebnisse die routinemäßige elektrische Kartierung zur gezielten Platzierung der Linksherzventrikelleitung in der aktuellen CRT-Praxis nicht unterstützen. Weitere Analysen werden jedoch untersuchen, welche Patientengruppen am meisten von CRT profitieren.