Dartmouth-Provost tritt nach Vorwürfen zu KI-Nutzung zurück
Der Provost des Dartmouth College, Santiago Schnell, ist zurückgetreten, nachdem eine interne Untersuchung die nicht offengelegte Nutzung von KI in seinen Publikationen bestätigte.

Santiago Schnell hat sein Amt als Provost des Dartmouth College niedergelegt. Eine interne Untersuchungskommission stellte fest, dass Schnell bei einer wissenschaftlichen Arbeit sowie einem Meinungsbeitrag in der Washington Post wesentliche Teile mittels Künstlicher Intelligenz verfasst hatte, ohne dies – wie von den Verlagen gefordert – kenntlich zu machen.
Die Aufklärung gestaltete sich laut Kommissionsbericht schwierig, da Schnell nur eingeschränkt kooperierte. Er verweigerte die Herausgabe von Protokollen seiner privaten KI-Konten sowie ein direktes Gespräch mit dem Untersuchungsgremium.
Analysen eines über die Universität lizenzierten Firmenkontos für das Tool Claude belegten, dass Schnell die KI für die Textüberarbeitung, Code-Fehlerkorrektur und die Erstellung von Grafiken einsetzte. Der Fall entfacht eine Debatte darüber, wie Universitäten in der aktuellen Phase der KI-Adaption Integritätsstandards bei Führungspersonal durchsetzen.