Dassault Aviation meldet gestiegene Umsätze, aber geringere Auftragseingänge im ersten Halbjahr
Der Umsatz von Dassault Aviation stieg im ersten Halbjahr 2026 um 46 % auf 4,16 Mrd. EUR, angetrieben durch Rafale-Exportlieferungen. Der Auftragseingang des Unternehmens ging jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.

Der französische Flugzeughersteller Dassault Aviation hat seine Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Die Nettoerlöse stiegen um 46 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 4,16 Mrd. EUR. Haupttreiber waren die Auslieferung von sechs zusätzlichen Rafale-Kampfflugzeugen für den Export sowie damit verbundene Entwicklungs- und Supportleistungen.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 83 % auf 330 Mio. EUR, und der Nettogewinn erreichte 496 Mio. EUR. Das Unternehmen wies darauf hin, dass das militärische und geopolitische Umfeld, einschließlich des Konflikts in der Ukraine und regionaler Spannungen, die Geschäftstätigkeit weiterhin prägt. Eine erwartete Erhöhung des französischen Verteidigungsbudgets bietet jedoch potenzielle Chancen.
Im Gegensatz dazu ging der Auftragseingang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 erheblich zurück. Im ersten Halbjahr 2026 betrug der Auftragseingang 2,88 Mrd. EUR, gegenüber 8,07 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2025. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf geringere Verteidigungsaufträge zurückzuführen, obwohl die Bestellungen für Falcon-Geschäftsflugzeuge zunahmen.
Der Auftragsbestand des Unternehmens belief sich zum 30. Juni 2026 auf 45,4 Mrd. EUR, ein leichter Rückgang gegenüber Ende 2025. Der Auftragsbestand umfasst 208 Rafale-Kampfflugzeuge und 83 Falcon-Flugzeuge.
Dassault Aviation bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet einen Nettoumsatz von rund 8,5 Mrd. EUR.