Datenleck betrifft Reliance und Kernkraftwerk
Die Tech-Publikation Medianama hat Daten im Darknet entdeckt, die mit Reliance und dem Kernkraftwerk Kudankulam in Verbindung stehen. Reliance bestätigte ein partielles Datenleck.

Ein aufgetauchtes Datenleck im Darknet enthält Informationen, die mit dem indischen Konglomerat Reliance und dem Kernkraftwerk Kudankulam in Tamil Nadu in Verbindung stehen, berichtet die Tech-Publikation Medianama.
Reliance hat ein „partielles Leck“ von Daten auf einem Server bestätigt, der von einem Drittanbieter namens Yotta betrieben wird, meldete Reuters. Das Unternehmen hat jedoch nicht offengelegt, welche Daten betroffen sind. Nicht namentlich genannte Quellen deuten an, dass die Nuclear Power Corporation of India (NPCIL) bezüglich des Vorfalls mit Reliance Kontakt aufgenommen hat und Indiens CERT-In die Angelegenheit untersucht.
Medianama berichtet, dass die im Darknet zugänglichen, geleakten Daten Finanz- und Gehaltsabrechnungsdaten, Kontoauszüge, Ausschreibungsunterlagen und Personaldaten wie Lebensläufe umfassen. Die Datenbank soll eine Größe von 1,2 Terabyte haben und über 858.000 Dateien enthalten. Medianama gibt an, die Authentizität aller durchgesickerten Dateien nicht unabhängig überprüfen zu können.
Der Zusammenhang zwischen Reliance und dem Kernkraftwerk ergibt sich aus einem Vertrag aus dem Jahr 2018 im Wert von über 10,81 Milliarden Indischen Rupien (ca. 130 Millionen US-Dollar), der an die Reliance Group für Arbeiten an den Einheiten drei und vier der Kudankulam-Anlage vergeben wurde.
Der Cybersicherheitsforscher Rakesh Krishnan hat das Reliance-Datenleck angeblich am 11. Juni gemeldet. Dieselbe Ransomware-Gruppe wird auch hinter einem kürzlichen Datenleck im Zusammenhang mit Tata Electronics vermutet, das möglicherweise Tesla-bezogene Verbraucherinformationen betrifft.