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Datenschutzvorfall an der LMU München

Ein Angreifer ist in IT-Systeme der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) eingedrungen und hat auf Daten von Studierenden zugegriffen. Die Universität untersucht den Vorfall und hat Gegenmaßnahmen ergriffen.

25. September 2026
Datenschutzvorfall an der LMU München

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat einen Datenschutzvorfall gemeldet, bei dem unbefugte Dritte Zugang zu IT-Systemen der Universität erlangt haben. Ein Angreifer konnte auf Stammdaten von Immatrikulationen zugreifen und diese möglicherweise auch abrufen. Die LMU betont, dass eine Veränderung oder Manipulation der Daten verhindert werden konnte und die Daten weiterhin verfügbar sind.

Die kompromittierten Datenkategorien umfassen identifizierende Angaben wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Kontaktdaten, einschließlich Adressen und E-Mail-Adressen. Ebenfalls betroffen sein können Bankdaten (IBAN, Kontoinhaber), die Nummer der Krankenversicherung sowie BAföG-Nummern. Auch Angaben zum Studienverlauf und zu früheren Bildungsabschlüssen können darunter sein. Daten, die unter Artikel 9 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) fallen und für Beurlaubungsgründe relevant sind, können in Einzelfällen ebenfalls betroffen sein. Prüfungsinformationen und konkrete Leistungsnachweise sind laut LMU nicht betroffen.

Die LMU hat umgehend technische Gegenmaßnahmen eingeleitet und die betroffene Systemkomponente isoliert. In Zusammenarbeit mit Ermittlungsbehörden und externen IT-Forensikern wird der Angriff analysiert und aufgeklärt. Der Studienbetrieb wurde nur kurzzeitig beeinträchtigt und die Immatrikulation kann fortgesetzt werden; betroffene Fristen werden verlängert. Bislang gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Angreifer die Daten veröffentlicht hat oder missbräuchlich verwendet.

Die Universität empfiehlt allen Studierenden erhöhte Wachsamkeit gegenüber verdächtigen E-Mails und Kontaktaufnahmen. Es wird geraten, keine Anhänge oder Links ungeprüft zu öffnen und keine sensiblen Daten preiszugeben. Die LMU überwacht die Situation weiterhin und wird über neue Erkenntnisse informieren. Eine ausführliche FAQ-Liste und Kontaktinformationen sind auf der Webseite der LMU verfügbar.

Originalquelle: lmu.de