Rechenzentren nutzen ausrangierte Triebwerke zur Stromerzeugung
Lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen zwingen Betreiber von Rechenzentren dazu, umgebaute Flugzeugtriebwerke als Notlösung für ihren massiven Energiebedarf einzusetzen.

Angesichts der rasanten Ausbreitung von KI-Rechenzentren stößt die bestehende Energieinfrastruktur an ihre Grenzen. Da der Anschluss an das öffentliche Stromnetz oder die Beschaffung moderner Turbinen oft mehrere Jahre in Anspruch nimmt, greifen Unternehmen verstärkt auf umgebaute Triebwerke aus stillgelegten Flugzeugen zurück, um mit Erdgas eigenen Strom zu erzeugen.
Der Hauptgrund für diese Maßnahme ist der Zeitfaktor. Während offizielle Netzanschlüsse teilweise bis zu sieben Jahre auf sich warten lassen, können mit Triebwerken betriebene Anlagen innerhalb von zwei Jahren einsatzbereit sein. Firmen wie xAI nutzen bereits acht solcher Turbinen, um ihr Colossus-2-Rechenzentrum in Mississippi mit Energie zu versorgen.
Experten weisen darauf hin, dass diese Lösung ineffizient und ökologisch bedenklich ist. Die anhaltenden Engpässe führen bereits zu Investitionsstopps in der Branche; so beendete Microsoft kürzlich ein Rechenzentrumsprojekt in England, da die lokale Stromversorgung erst in den 2030er Jahren ausgebaut worden wäre.