Anstieg bei der Nutzung von Vaterschaftsurlaub verzeichnet
Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass Väter in den USA vermehrt Elternzeit nehmen, insbesondere in Bundesstaaten mit staatlich geförderten Lohnersatzleistungen.

Die Inanspruchnahme von Elternzeit durch Männer hat in den vergangenen sechs Jahren deutlich zugenommen. Ein Bericht der Interessenvertretung Paid Leave for All zeigt, dass Väter in Bundesstaaten wie Kalifornien, Colorado und Washington mittlerweile fast genauso häufig wie Mütter Anträge auf Elternzeit stellen. In den untersuchten Staaten machen männliche Antragsteller mittlerweile 40 Prozent aller Anmeldungen aus.
Experten führen diesen Wandel primär auf die Einführung gesetzlicher Regelungen zurück, die während der Elternzeit eine Lohnfortzahlung und Kündigungsschutz garantieren. Während Väter früher oft auf Urlaubstage zurückgriffen oder nur kurzzeitig fehlten, zeigt sich nun, dass die Nutzung von explizit für Elternzeit vorgesehenen Leistungen zunimmt. Dieser Trend ist dort am stärksten ausgeprägt, wo öffentliche Programme den Zugang unabhängig vom Arbeitgeber ermöglichen.
Analysen des American Institute for Boys and Men (AIBM) bestätigen, dass sich die durchschnittliche Dauer der von Vätern genommenen Elternzeit seit 2019 verdoppelt hat. Obwohl Mütter im Durchschnitt weiterhin länger zu Hause bleiben, verringert sich die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Da nur etwa ein Viertel der Beschäftigten im US-Privatsektor über betriebliche Regelungen für bezahlte Elternzeit verfügt, spielt die staatliche Gesetzgebung eine zentrale Rolle für die weitere Entwicklung.