DBU fördert Meeresschutzprojekte zu Kieselalgen und Haien
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt Meeresschutzprojekte in Nord- und Ostsee mit jährlich rund zehn Millionen Euro. Aktuell fließen Mittel in die Erforschung von Kieselalgen und Haien.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) stellt jährlich rund zehn Millionen Euro über ihren Meeresschutzfonds zur Förderung von Projekten bereit, die sich dem Schutz und der Bewahrung der Meeresökosysteme in Nord- und Ostsee widmen.
Seit Ende November 2024 wurden bereits acht Projekte finanziert, hinzu kamen im Juni 2026 sechs weitere Förderzusagen. Im Rahmen von Stipendien wurden zudem acht Vorhaben im Bereich Meeresschutz unterstützt.
Ein gefördertes Projekt konzentriert sich auf benthische Kieselalgen in der Ostsee, die als empfindliche Bioindikatoren für Umweltveränderungen gelten. Ein Konsortium unter Leitung der Universität Rostock, an dem auch die Universität Duisburg-Essen und die Freie Universität Berlin beteiligt sind, baut eine Referenzdatenbank für diese Mikroalgen auf. Dabei werden mikroskopische, molekulare und KI-gestützte Bildanalysen sowie eDNA-Metabarcoding eingesetzt, um Arten, einschließlich invasiver Neulinge, zu identifizieren.
Ein weiteres Projekt widmet sich dem starken Rückgang pelagischer Haie wie dem Blauhai und dem Heringshai in Nord- und Ostsee. Die DBU fördert ein Promotionsvorhaben, das wichtige Lebensräume, Wanderrouten und Populationszusammenhänge dieser gefährdeten Arten untersucht. Ziel ist es, durch gesammelte Daten die Schutzbemühungen für diese ökologisch bedeutsamen Tiere zu verbessern, deren Bestände infolge von Überfischung in den letzten 50 Jahren um über 70 Prozent gesunken sind.