DBU-Naturerbe: Hohe Pflanzenvielfalt in offenen Landschaften
Eine Studie auf den Flächen des DBU-Naturerbes zeigt, dass dort über die Hälfte der heimischen Farn- und Blütenpflanzen vorkommt. Die untersuchten Gebiete weisen eine höhere Artenzahl und mehr Rote-Liste-Arten auf als vergleichbare Flächen in der Umgebung.

Die Flächen des Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Naturerbe weisen eine bemerkenswerte Vielfalt an Pflanzenarten auf. Eine neue Studie ergab, dass die DBU-Naturerbeflächen, die insgesamt 63.058 Hektar umfassen, mehr als die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen beherbergen. Dies ist die erste umfassende Erhebung dieser Art auf den DBU-Naturerbeflächen.
Die Untersuchung von 64 DBU-Naturerbeflächen ergab eine Zunahme der Artenzahl um 22 Prozent und eine Zunahme der Rote-Liste-Arten um 32 Prozent im Vergleich zu ähnlichen umliegenden Flächen. Insgesamt wurden auf diesen Flächen rund 1.500 Pflanzenarten identifiziert, von denen 266 auf der deutschen Roten Liste stehen. Die Ergebnisse sind im digitalen Naturerbe-Jahresbericht 2025 der DBU veröffentlicht.
Die Forschung unterstreicht die Wirksamkeit der Naturschutzmaßnahmen der Stiftung. Auf diesen Flächen werden weder Kunstdünger noch Pestizide eingesetzt, was Pflanzenarten zugutekommt, die nährstoffarme oder feuchte Standorte bevorzugen. Die höchste Artenvielfalt und die höchste Anzahl an Rote-Liste-Arten wurden in offenen Landschaftsbiotopen wie Magerrasen und Feuchtwiesen festgestellt, nicht in Wäldern.
Die Pflegemaßnahmen auf den DBU-Naturerbeflächen umfassen unter anderem Beweidung mit Pferden, Rindern, Ziegen und Schafen sowie regelmäßige Mahd und Entbuschungsaktionen. Diese Maßnahmen tragen zur Erhaltung und Entwicklung seltener Lebensräume wie Zwergstrauchheiden, artenreichen Grünländern und Mooren bei. Der Jahresbericht enthält auch weitere Informationen zur Naturschutzarbeit und zu den Planungsstrategien der DBU.